Pontresina · Bauprojekt
Hotel Flaz: Das umstrittene Bauprojekt auf dem Rosegplatz
Hotel Flaz ist der geplante Hotelneubau auf dem Rosegplatz in Pontresina. Diese Seite fasst die wichtigsten Fakten, den rechtlichen Stand und die Chronologie des Projekts zusammen.
- Standort
- Rosegplatz, Pontresina
- Gebäudemasse
- 55 × 16 × 17 m
- Rechtlicher Stand
- Beschwerde hängig
Was ist das Projekt Hotel Flaz?
Hotel Flaz ist ein Hotelneubau, der auf dem Rosegplatz am Ortseingang von Pontresina realisiert werden soll – auf demselben Grundstück, auf dem sich seit Jahrzehnten der beliebte Eis-, Sport- und Spielplatz Roseg befindet. Mit einer Länge von 55 Metern, einer Breite von 16 Metern und einer Höhe von 17 Metern zerschneidet der geplante Baukörper den Platz mittig: Die Sport- und Freizeitfläche wird dadurch nicht nur deutlich kleiner, sie wird auch noch in zwei getrennte Reststücke links und rechts des Hotels aufgeteilt – zwei unzusammenhängende Flächen statt eines zusammenhängenden Platzes.
Warum das Projekt umstritten ist
Kritikerinnen und Kritiker bemängeln vor allem drei Punkte: Die Aufteilung des Rosegplatzes in zwei kleinere, stark verschattete Teilflächen, den Verlust von Aussicht und Sonneneinstrahlung für die verbleibenden Freizeitflächen, sowie die städtebauliche und architektonische Wirkung des Baukörpers am historisch gewachsenen Ortseingang von Pontresina. Der Rosegplatz gilt zudem als letztes verbliebenes Baugrundstück der Gemeinde – ein Umstand, der die Debatte um seine künftige Nutzung zusätzlich zuspitzt.
Rechtlicher und politischer Stand
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2025
Ein Drittel der Pontresiner Stimmbevölkerung unterstützt eine Petition zum Erhalt des Rosegplatzes als öffentlichen Sport- und Freizeitort.
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27.03.2026
Medien berichten, dass der Baustart trotz hängiger Beschwerde bevorstehen könnte (Bericht: Die Südostschweiz).
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26.05.2026
Die Gemeinde erteilt eine zweite, definitive Baufreigabe. Diese Verfügung ist zum Zeitpunkt der Erteilung noch nicht rechtskräftig.
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01.06.2026
Erste Baumaschinen fahren auf dem Rosegplatz auf. Gleichzeitig bleiben zwei zentrale Verfahren offen: die Beschwerde gegen die erste Baufreigabe beim Obergericht Graubünden, und eine Bürgerinitiative, die eine Neubeurteilung des Baurechtsvertrags und einen möglichen Heimfall des Grundstücks an die Bürgergemeinde verlangt.
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laufend
Die vom Bürgerrat für ungültig erklärte Bürgerinitiative wird auf dem Beschwerdeweg weiterverfolgt. Die Gemeinde stimmt zudem über einen Kredit von rund CHF 12 Mio. für die neue Sportinfrastruktur auf dem Rosegplatz ab – während die rechtlichen Grundlagen des Hotelprojekts noch nicht abschliessend geklärt sind.
Offene Fragen
Mehrere Punkte sind nach wie vor ungeklärt: Ob die veranschlagten jährlichen Betriebs- und Unterhaltskosten von rund CHF 100'000 für die neue Sportinfrastruktur realistisch sind, wer letztlich von einer öffentlich finanzierten Anlage direkt neben dem Hotel profitiert, und wie das Ergebnis des hängigen Gerichtsverfahrens die bereits begonnenen Bauarbeiten beeinflussen könnte.
Die Petition zum Erhalt des Rosegplatzes ansehen und unterstützen.
Petition ansehen